Kommunikation und nachhaltige Entwicklung: Haltung kann den Ruf schädigen.

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Während einige Unternehmen Nachhaltigkeit in ihre Kommunikationspläne aufgenommen haben, haben einige von ihnen sie in der Praxis nicht in ihrer Gesamtstrategie umgesetzt oder nutzen in gutem Glauben Botschaften, die nicht der Realität entsprechen.

Diese Marketinghaltung wird als “Greenwashing” bezeichnet. Es bezieht sich auf die Nutzung eines Marketing- oder PR-Prozesses, um einer Marke ein ökologisches und verantwortungsbewusstes Image zu geben, ohne dass sich dies wirklich in den Unternehmenswerten widerspiegelt. Dies ist besonders sinnvoll in dem aktuellen Kontext, in dem sich die Verbraucher bewusst Themen wie globale Erwärmung, Umweltverschmutzung oder Geschlechterparität ausgesetzt haben.

Die Aneignung von Werten, die nicht unbedingt der Realität entsprechen, kann jedoch das Ansehen von Marken schädigen, woran uns die Zivilgesellschaft erinnert, aber auch – und das ist ein grundlegender Trend – die Finanzanalysten, die jetzt darauf achten. Für die wachsende Zahl von SRI-Investoren (Socially Responsible Investment) wird Greenwashing besonders beobachtet und könnte ein Faktor sein, der sie aus ihrem Portfolio ausschließt.

Es wird daher dringend empfohlen, dass Unternehmen eine konkrete Strategie für eine nachhaltige Entwicklung sowohl sozial als auch ökologisch umsetzen, bevor sie einen Kommunikationsplan erstellen. Unsere Rolle als PR-Berater und in Übereinstimmung mit der ethischen Charta unseres Berufsstandes besteht darin, diese Initiativen zu unterstützen und zu fördern. Ein PR-Denkfabrik wird eingerichtet, um Fachleute zu diesen Themen in der Westschweiz zusammenzubringen, und wir freuen uns darüber.

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