International Federation of Family Office (IFFO): Gründung eines Ökosystems für das internationale Family Office-Geschäft

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Zürich, 27. Januar – MJ&Cie (Multi Family Office Franco-Swiss), AFFO (Association Française des Family Office) und AIFO (Associazione Italiana Family Officer) geben die Gründung der IFFO (International Federation of Family Office) bekannt – ein internationaler Zusammenschluss von nationalen Verbänden von Family Offices1 aus verschiedenen Ländern. Die IFFO soll zur internationalen Entwicklung von Family Office Aktivitäten beitragen.

Ziel ist es, Berufsverbände und Family Offices zusammenzubringen, um einen Rahmen für den Austausch zwischen ihnen zu schaffen und um gegenseitig zu profitieren, wie Aktivitäten und Best Practice von Family Offices in den einzelnen Ländern ausgeübt werden.

Seit vielen Jahren trifft sich die AFFO (Association Française des Family Office) mit seinen ausländischen Kollegen, um die Arbeitsweise und die Besonderheiten der Family Offices in den einzelnen Ländern besser zu verstehen. Die AFFO und AIFO (Associazione Italiana Family Officer) haben beschlossen, eine Organisation zu gründen, um die Family-Office-Verbände und Family Offices international und in verschiedenen Ländern zusammenzubringen.

Jean-Marie Paluel-Marmont, Vorsitzender von AFFO und der neu gegründeten International Federation of Family Office (IFFO) erläutert: «Im aktuellen Umfeld werden Übertragungen von Familienunternehmen oder Holdinggesellschaften häufiger, was den Wunsch der Nachkommen verdeutlicht, geerbtes Vermögen langfristig in der Familie zu erhalten. Eine zentrale Aufgabe der IFFO wird es daher sein, die internationalen Beziehungen der im Bereich Family Office tätigen Berufsträger zu erleichtern sowie die Beziehungen zu Partnerberufen zu pflegen – alles im Interesse der Familien. Die IFFO wird zudem Familienunternehmen in ihrer internationalen Entwicklung unterstützen.»

Ein weiteres Ziel sei es, bestehende Family Offices in einzelnen Ländern zu ermutigen, sich zu einem nationalen Verband zusammen zu schliessen, falls ein solcher noch nicht existiert.

Emanuele Giangreco Biancheri, Generalsekretär der IFFO und Leiter der Aussenbeziehungen der AIFO, kommentiert:
«Die IFFO soll eine Anlaufstelle sein, an dem sich Family Offices und Familien über Themen austauschen können, die mit dem Management von immateriellem Kapital zu tun haben. Dazu zählen zum Beispiel Familienidentität, Familienerbschaft und die Ausrichtung zukünftiger Generationen, dem wohl wichtigsten Wert des Familienvermögens.»

François Mollat du Jourdin, Generalsekretär der AFFO und Mitgründer von MJ&Cie, einem Multi Family Office mit Sitz in Genf und Paris, sagt. «Es ist auch denkbar, dass die IFFO eigene Aktivitäten entwickelt, wie zum Beispiel eine internationale Studie über den Berufsstand der Family Offices: Stand und Entwicklung, Wachstum, aktuelle Trends; aber auch die internationale Erweiterung des AFFO-Barometers. Dieser ist eine Meinungsumfrage unter den Mitgliedern und Akteuren des Family-Office-Ökosystems in Bezug auf Investitionen.»

Jeder nationale Verband und jedes Family Office kann, mit Zustimmung des Vorstands, der IFFO beitreten. Dieser setzt sich derzeit aus je zwei Vertretern aus Frankreich und Italien und einem Vertreter aus England zusammen (siehe bitte unten).
Es wurde beschlossen, keine Exklusivität für nur einen Verband pro Land festzulegen.

1 [The Family Office aims to serve the financial interests of a family or several families with a view towards the long-term through multidisciplinary skills. Like the conductor of an orchestra, he/she advises and assists the family to preserve family harmony and to identify, analyse, structure and monitor its wealth expectations in the following areas: real estate, legal and tax advice, training, family governance, strategic planning or philanthropy, as well as management activities or supervisory management of listed and unlisted assets. There are two types of family offices: the single family office, dedicated exclusively to managing assets for a single family and the multi-family office, serving several families].

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Pressekontakt:

Mischa Vajda
MJ&Cie, c/o Voxia communication
+41 43 344 98 50
mischa.vajda@voxia.ch

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Über IFFO (International Federation of Family Office):

Die IFFO wurde im Oktober 2020 mit dem Status eines Vereins nach dem französischen Gesetz von 1901 gegründet. Der erste Vorstand besteht aus 5 Mitgliedern:

Zwei französische Mitglieder:

✓ Jean-Marie Paluel-Marmont, Präsident der IFFO (Präsident der AFFO seit 2012)
Jean-Marie Paluel-Marmont leitete 20 Jahre (bis 2013) ein börsenkotiertes Familienunternehmen, die Compagnie Lebon, die auf Private Equity, Immobilien und Hotels spezialisiert ist. Er begann seine Karriere im Bankwesen, in Frankreich und in England (CIC, SG Warburg & Co., Direktor der europäischen Abteilung bei J Sebag & Co.). Zurück in Frankreich leitete er ab 1974 das Vermögensverwaltungsgeschäft der Paluel-Marmont-Gruppe und war Präsident der Paluel-Marmont Banque bis zu deren Verkauf an Crédit National (heute Natixis) im Jahr 1997. Jean-Marie Paluel-Marmont hält regelmässig Vorträge zu Vermögens- und Anlagefragen von Family Offices und Familienunternehmen.


✓ Bernard Camblain, Schatzmeister des IFFO (Gründer und Ehrenvorsitzender des AFFO)
Nach einem Studium der Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Soziologie, verbrachte Bernard Camblain den grössten Teil seiner Karriere im Private Banking, bevor er sich auf Family Offices spezialisierte. Er gründete 2001 den französischen Family-Office-Verband und war bis Februar 2009 Vorsitzender dieses Verbandes, bevor er zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Bernard Camblain war 2003 als Partner an der Gründung und Entwicklung des Meeschaert Family Office beteiligt; heute ist er dessen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Er ist zudem Autor zahlreicher Artikel über Family Offices und des im August 2008 erschienenen Buches “Family office et famille”. Von 2000 bis 2013 war er ausserdem vom Pariser Berufungsgericht akkreditierter Gerichtssachverständiger für Finanzen und ist jetzt akkreditierter Gerichtsmediator.

Zwei italienische Mitglieder:

✓ Fadrique de Vargas Machuca, Vizepräsidentin der IFFO (Vizepräsidentin und Leiterin der Academia d’AIFO)
Seit mehr als 20 Jahren begleitet Fadrique de Vargas Machuca als unabhängige Beraterin und Coach führende internationale Organisationen, Beratungsunternehmen und Finanzinstitute bei Aufträgen zur Verbesserung von Kommunikations-, Problemlösungs- und Führungskompetenzen.
Ihre Erfahrung in der Gestaltung und Leitung von Trainingsprogrammen, kombiniert mit ihren Projektmanagement-Fähigkeiten, führte zu ihrem Beitritt der AIFO – der italienischen Family Office Association – und bewegte sie dazu, die AIFO Academy zu gründen. Im Jahr 2016 wurde sie zur Vizepräsidentin der AIFO ernannt. Zurzeit ist sie Gastprofessorin an der UCSC (Università Cattolica del Sacro Cuore) und am ISPI (Istituto Superiore di Politica Internazionale), wo sie Kommunikationstechniken für Studenten und Absolventen unterrichtet.

✓ Emanuele Giangreco Biancheri, Generalsekretär der IFFO (zuständig für internationale Beziehungen der AIFO)
Emanuele Giangreco Biancheri ist für die institutionellen Beziehungen auf internationaler Ebene zuständig. Er ist Partner von Family Strategy srl mit besonderem Fokus auf generationenübergreifende Kontinuitätsprojekte in Familienunternehmen. Zudem ist er Mitgründer von Corporate Family Advisory, die sich Familienunternehmen mit Projekt-/Prozessmanagement und Governance-Inhalten von KMUs widmet.

Ein englisches Mitglied:

✓ Alex Scott, Direktor des IFFO
Alex Scott ist eine international anerkannte Persönlichkeit im Bereich Family Office, seit er 1996 das Sandaire Family Office gründete, ein Single Family Office, das ihm von den Familienmitgliedern anvertraut wurde. Er entwickelte Sandaire zu einem Multi-Family-Office bis zu dessen Verkauf an Schroder im vergangenen September, wo er zum Präsidenten von Schroders Global Family Office Services ernannt wurde. Alex ist ein nicht-geschäftsführender Direktor der Investment-Holding seiner Familie und mehrerer privater Unternehmen. Er ist Direktor des Grosvenor Estate (Duke of Westminster), Vorsitzender von Wheatsheaf Investments, Mitgründer und Co-Vorsitzender des Institute for Family Business (UK) und Direktor des Family Business Network-International. Er hält zudem eine Reihe von philanthropischen Aufgaben und Verpflichtungen inne.

Über den Autor

Mischa Vajda Senior PR Consultant à Zurich